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Liebe Mitglieder, gerade bei kritischen Themen stehen wir dem Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen zur Seite. Wir, das sind ausgewählte Kolleginnen und Kollegen, die unsere Führungsebene mit Fachwissen unterstützen. Zum Beispiel im weitläufigen Bereich der Arznei- und Heilmittelverordnungen sowie dem Prüfwesen.

Dr. Wolfgang LangHeinrich,
Vorstandsberater
Pharmakotherapie

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Impfen

Grippeimpfung Saison 2017/2018

16.02.2018

Nachimpfungen mit dem tetravalenten Grippeimpfstoff für Hochrisikopatienten über die Versichertenkarte möglich

Die Verbände der Krankenkassen haben uns jetzt einheitlich schriftlich bestätigt, dass Nachimpfungen mit dem tetravalenten Grippeimpfstoff möglich sind, auch für Versicherte, die bereits mit dem trivalenten Impfstoff geimpft wurden.

Dies betrifft Hochrisikopatienten! Bei medizinischer Notwendigkeit ist der tetravalente Grippeimpfstoff über Muster 16 zu beziehen und mit der GOP 89112 (sonstige Indikationen) abzurechnen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Berichterstattung hinsichtlich einer nicht ausreichenden Wirksamkeit des trivalenten Grippeimpfstoffes (betreffen den B-Stamm) und der Diskussionen um eine möglichen Nachimpfung mit dem quadrivalenten Grippeimpfstoff und den zunehmenden Anfragen zur Verordnungsfähigkeit des quadrivalenten Grippeimpfstoffes fassen wir hier die für hessische Ärzte wichtigsten Informationen zusammen.

  • Die Empfehlung der STIKO zum bevorzugten Einsatz des quadrivalenten Grippeimpfstoffes wurde im Epidemiologischen Bulletin veröffentlicht und ist damit gültig.
  • Der G-BA wird jetzt innerhalb der gesetzlich vorgegebenen Frist von 3 Monaten einen Beschluss hinsichtlich einer Übernahme dieser STIKO-Empfehlung in die SI-RL fassen muss. Dieser ist dem BMG vorzulegen, das binnen zweier Monate prüfen muss, ob es den Beschluss beanstandet oder nicht. Vorbehaltlich der Nichtbeanstandung tritt der Beschluss dann am Tag nach seiner Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. 
  • Für die derzeitige Impfsaison 2017/2018 ist aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Verfahrensschritte (u.a. Durchführung des schriftlichen Stellungnahmeverfahrens und der nachfolgenden mündlichen Anhörung im G-BA, Prüfung durch das BMG, Veröffentlichung im Bundesanzeiger) nicht mit einer Regelung zum Einsatz des quadrivalenten Grippeimpfstoffes in der SI-RL zu rechnen.
  • Der quadrivalente Impfstoff konnte jedoch in Hessen auf Grund der regionalen Impfvereinbarung  schon in den zurückliegenden Jahren sowie derzeit für Risikopatienten verwendet werden.
  • Die hessischen Krankenkassen haben mit dem hessischen Apothekerverband für die laufende  Impfsaison einen Vertrag über die Grippeimpfstoffversorgung in Hessen abgeschlossen. Mit diesem Vertrag wird die flächendeckende Versorgung mit Grippeimpfstoffen zu einem zwischen den Krankenkassen und dem hessischen Apothekerverband vereinbarten Abrechnungspreis gesichert. Der Vertragspreis gilt für alle zugelassenen Grippeimpfstoffe (inklusive der tetravalenten Grippeimpfstoffe). Das bedeutet, dass Sie die freie Entscheidung bei der Auswahl des Impfstoffes haben und diese über Sprechstundenbedarf beziehen können.
  • Thema Nach-/Zweitimpfung mit dem tetravalenten Impfstoff bei Hochrisikopatienten, die bereits mit dem trivalenten Impfstoff geimpft wurden: Sofern der Arzt die Entscheidung trifft, dass eine Nachimpfung der bereits mit trivalentem Grippeimpfstoff geimpften Patienten erforderlich ist, übernimmt die AOK Hessen diese Kosten. Achtung: Die Verordnung für AOK Patienten, muss in diesen Ausnahmefällen auf einem GKV-Rezept (Muster 16) erfolgen. Ob andere Kassen in Hessen genauso verfahren, wird derzeit geklärt.


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