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Liebe Mitglieder, gerade bei kritischen Themen stehen wir dem Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen zur Seite. Wir, das sind ausgewählte Kolleginnen und Kollegen, die unsere Führungsebene mit Fachwissen unterstützen. Zum Beispiel im weitläufigen Bereich der Arznei- und Heilmittelverordnungen sowie dem Prüfwesen.

Dr. Wolfgang LangHeinrich,
Vorstandsberater
Pharmakotherapie

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Heilmittel

Diagnoselisten Heilmittel

14.03.2018

Langfristiger Heilmittelbedarf / Besonderer Verordnungsbedarf: Neuerungen in der Diagnoseliste

Zum 1. Januar 2018 aufgenommen wurde die Ernährungstherapie für seltene angeborene Stoffwechselerkrankungen und Mukoviszidose als langfristiger Heilmittelbedarf. Die Ernährungstherapie ist Teil des ärztlichen Behandlungsplans und umfasst insbesondere die Beratung zur Auswahl und Zubereitung natürlicher Nahrungsmittel und zu krankheitsspezifischen Diäten sowie die Erstellung und Ergänzung eines Ernährungsplans.

Die Verordnung erfolgt durch einen Vertragsarzt, der auf die Behandlung von seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen oder Mukoviszidose spezialisiert ist.
Dies ist in der Regel derjenige Arzt, der die krankheitsspezifische Behandlung schwerpunktmäßig durchführt.  Nur in Ausnahmefällen und unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Folgeverordnung auch von nicht-spezialisierten Vertragsärzten in Abstimmung mit dem Spezialisten ausgestellt werden Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein Patient allein wegen einer Folgeverordnung einen langen Anfahrtsweg zum Spezialisten auf sich nehmen müsste.

Darüber hinaus haben sich bei den Indikationen „Torticollis spasticus“ und „Systemische Sklerose“ die verordnungsfähigen Diagnosegruppen nach dem Heilmittelkatalog verändert.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Diagnoseliste zum langfristigen Heilmittelbedarf (Anlage 2 der Heilmittel-Richtlinie) im Bereich der Indikationen „Torticollis spasticus“ und „Systemische Sklerose“ an die verordnungsfähigen Diagnosegruppen angepasst.

Bei Torticollis spasticus wird nicht mehr der Indikationsschlüssel WS2 angegeben, sondern es gelten jetzt die Indikationsschlüssel ZN1 oder ZN2.

Bei der systemischen Sklerose sind nicht mehr die Indikationsschlüssel SB1 oder SB5 vorgesehen,  sondern es gelten jetzt die Indikationsschlüssel SB5 oder SB7.

Der Beschluss ist am 1. Januar 2018 in Kraft getreten und wurde bereits in Ihr Praxisverwaltungssystem eingepflegt.

Die Heilmittelverordnungskosten für in dieser Liste aufgeführten Erkrankungen zusammen mit den darin aufgeführten Indikationsschlüsseln unterliegen nicht der Wirtschaftlichkeitsprüfung. Dazu müssen die aufgeführten ICD-10-Codierungen mit den jeweiligen Indikationsschlüsseln auf die Verordnungsblätter übertragen werden.  Die Anerkennung als Praxisbesonderheit erfolgt dann automatisch.

Die Liste ist ein geeignetes Instrument, um Ihre Praxisbesonderheiten darstellen zu können. Damit tragen Sie nicht mehr das Morbiditätsrisiko für die Verordnungskosten für diese Patienten.

Link zu einem Angebot der KV Hessen:

info.pharm-Ausgaben


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