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Liebe Mitglieder, Qualitätssicherung gehört zu den wichtigsten Aufgaben in der ambulanten Versorgung. Um die Qualität der medizinischen Leistungen abzusichern, bedarf es unterschiedlicher Verfahren: von der Genehmigung bis hin zur QS-Prüfung. Wir unterstützen Sie gerne bei Fragen zu den benötigten Qualifikationen und Voraussetzungen. Sprechen Sie uns jederzeit an.

Heike Morbitzer,
Qualitätssicherung Substitution und HIV

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Qualitätssicherung und Genehmigungspflicht

Holmium-/ Thulium-Laser-Behandlung

31.01.2018

Hier finden Sie den Kontakt zu Ihren Ansprechpartnerinnen sowie alle weiteren Infos und Downloads.

Beate Winterhalter
Tel: 069 24741-6551
Fax: 069 24741-68819
E-Mail: qs.fb.1.1(at)kvhessen.LÖSCHEN.de

Stefanie Gilmer
Tel: 069 24741-6354
Fax: 069 24741-68819
E-Mail: qs.fb.1.1(at)kvhessen.LÖSCHEN.de

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Qualitätssicherung Substitution & weitere Genehmigungen
Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Laserbehandlung des benignen Prostatasyndroms (bPS)

Zum 1. April 2018: Thulium-Laserresektion

Mit der Thulium-Laserresektion wird zum 1. April 2018 eine weitere Methode zur Behandlung des obstruktiven benignen Prostatasyndroms (bPS) in den Anhang 2 des EBM aufgenommen. Diese kann dann alternativ zur transurethralen Resektion der Prostata, zur Holmium-Laserresektion und zur Holmium-Laserenukleation eingesetzt werden. Die Abrechnung erfolgt über die bereits bestehenden GOP für die Holmium-Laserverfahren. Es erfolgt hierfür die Aufnahme eines entsprechenden zusätzlichen OPS-Codes.

Für die Ausführung und Abrechnung benötigen die Vertragsärzte eine Genehmigung durch die Kassenärztliche Vereinigung Hessen. Näheres zu den apparativen, räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen für eine Genehmigung enthält die entsprechende Qualitätssicherungsvereinbarung. Sie wird aktuell finalisiert und tritt voraussichtlich ebenfalls am 1. April 2018 in Kraft – als gemeinsame Vereinbarung für die Laserverfahren Holmium und Thulium.


Seit 1. April 2016: Holmium-Laser-Behandlung

 

 

Für urologisch tätige Belegärzte ist seit dem 01.04.2016 die Behandlung des benignen Prostatasyndroms (bPS) mittels Holmium-Laser über den EBM berechnungsfähig. 

Die Holmium-Laser-Eingriffe könne als Holmium-Laser-Enukleation (HoLEP) oder als Holmium-Laser-Resektion (HoLRP) der Prostata durchgeführt werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat beschlossen, die Behandlung des benignen Prostatasyndroms (bPS) mittels Holmium-Laser-Verfahren als anerkannte Behandlungsmethode der vertragsärztlichen Versorgung in den EBM aufzunehmen.


Für die Ausführung und Abrechnung von Holmium-Laser-Eingriffen benötigen die Vertragsärzte eine Genehmigung durch die Kassenärztliche Vereinigung Hessen. Zudem gelten spezielle Qualitätssicherungsmaßnahmen, die in der Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach § 135 Abs. 2 SGB V zu Nicht-medikamentösen, lokalen Verfahren zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms (bPS) mittels Holmium-Laser (Qualitätssicherungsvereinbarung Holmium-Laser bei bPS) festgehalten sind. Die Vereinbarung regelt die fachliche Befähigung sowie die apparativen, räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen. Sie tritt zum 1. April 2016 zeitgleich mit der Aufnahme entsprechender GOP (36289, 36290 und 36829) in den EBM in Kraft. Die Holmium-Laser-Eingriffe können ausschließlich belegärztlich erbracht werden. 

 


Wer kann die Genehmigung zur Ausführung und Abrechnung von Holmium-Laser-Eingriffe beantragen?

Belegärztlich tätige Fachärzte für Urologie 

Welche Leistungen können abgerechnet werden?

Die Holmium-Laser-Eingriffe können als Holmium-Laser Enukleation der Prostata (HoLEP) oder Holmium-Laser Resektion der Prostata (HoLRP) erbracht werden. Dazu wurden die neuen GOP 36289, 36290 und 36829 in den EBM aufgenommen. 

Wie erfolgt die Erteilung einer Genehmigung?

Die Erteilung einer Genehmigung erfolgt nach einem Antragsverfahren bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen.


Hinweis:

Genehmigungen zur Ausführung und Abrechnung von genehmigungspflichtigen Leistungen können grundsätzlich nicht rückwirkend ausgesprochen werden. Eine Genehmigung kann in der Regel erst zu dem Datum erteilt werden, zu dem die Antragsunterlagen mit den entsprechenden Qualifikationsnachweisen vollständig bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen eingegangen sind. Hierbei wird auch der Zeitpunkt der Teilnahme an der Vertragsärztlichen Versorgung (Zulassung, Niederlassung, Ermächtigung oder angestellter Arzt) berücksichtigt, somit werden Genehmigungen nicht vor der Zulassung etc. erteilt.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

Es müssen die fachlichen, apparativen, räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen der Qualitätssicherungsvereinbarung Holmium-Laser bei bPS erfüllt werden (§§ 3 – 5).

Datenerhebung

Der an der Qualitätssicherungsvereinbarung teilnehmende Arzt ist verpflichtet, Angaben zur „Jahresstatistik Holmium-Laser bei bPS“ gemäß § 7 zu erheben und elektronisch zu erfassen. Nähere Einzelheiten hierzu finden Sie in der Anlage 1 der Qualitätssicherungsvereinbarung.

 

Wie erfolgt die Qualitätssicherung?

In der QS-Vereinbarung wird auf eine obligate regelmäßige stichprobenhafte Prüfung der Dokumentationen verzichtet. Es ist lediglich eine allgemeine Legitimation der KV zur Einsichtnahme und Prüfung von Dokumentationen festgelegt worden.

Nach der Auswertung der Ergebnisse der Jahresstatistiken können frühestens nach zwei Jahren Kriterien für eine anlassbezogene (Stichproben-) Prüfungen vorgegeben werden.


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